💰Koa: Mehreinnahmen für Ghanas Kakaokleinbauern durch Verwendung der Pulpe🍫

eine geöffnete Kakaofrucht, ein Teil der Schale ist entfernt, man sieht das Fruchtfleisch, in dem die Bohnen eingepackt sind

Dank des Start-ups Koa können Kleinbauern mit dem Anbau von Kakaofrüchten in Ghana bis zu 30% mehr Einkommen erwirtschaften. Denn Koa verwendet die Pulpe der Kakaofrucht, also das Fruchtfleisch. Dieses macht 25% des Gesamtgewichts der Kakaofrucht aus.

Normalerweise wird das saftige Fruchtfleisch der Kakaofrucht einfach weggeworfen. Das fand Anian Schreiber, Gründer von Koa, schade. Denn der Saft des Fruchtfleischs schmeckt köstlich und lässt sich für Drinks, Patisserie und Desserts verwenden. Aus der Pulpe lässt sich auch ein leckeres Pulver herstellen, das Schokolade beigesetzt werden kann und die Beigabe von Zucker überflüssig macht.

Koa kann jährlich 250’000 Liter Saft produzieren. Dieser wird pasteurisiert und zum Export vorbereitet. Mittlerweile beschäftigt Koa 71 Mitarbeitende in Ghana und in der Schweiz. Die ghanaischen Mitarbeitenden stammen aus den Gemeinden rund um das Verarbeitungszentrum, acht davon sind in einer Managementposition tätig.

Die Herausforderung von Koa war es, den Saft sofort nach der Ernte zu extrahieren, zu kühlen und zu konservieren. Das benötigt viel Energie. Und dies an Orten, an denen es meist keine Stromversorgung gibt, denn die Plantagen sind oft schwer zugänglich. Die Lösung: 13 Dreiradmopeds mit einer sonnenbetriebenen Kakaofrucht-Verarbeitungsanlage sind während der Erntezeit unterwegs. Dank dieser Mopedanlagen werden die Früchte geöffnet und von der Schale befreit. Das Bohnen-Fruchtfleisch-Gemisch wird sofort zur Verarbeitungsstation gebracht, wo die Pulpe extrahiert wird. Den Bauern werden die wertvollen Bohnen danach wieder zurückgebracht.

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Bildquellen

  • geöffnete_Kakaofrucht: David Greenwood-Haigh auf Pixabay
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Author: Béatrice Eigenmann

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