Alte Reifen werden zu grünen Dächern recycelt

Die Verwendung von recycelten Reifen als Dachmaterial oder Gründächer sind keine neuen Konzepte, aber das niederländische Unternehmen Ceyes hat ein einzigartiges Regenwasserrückhaltesystem entwickelt, das auch als Pflanzenbeet dient und Dächer buchstäblich und im übertragenen Sinne grün macht!

Alte zerkleinerte Reifen liefern das Gummigranulat, aus dem die Paneele bestehen, die zu Gitterformen mit Taschen zur Aufnahme von Wasser verarbeitet werden. Nach Regen kann jede Platte etwa 20 Liter Flüssigkeit aufnehmen.

Die Paneele haben eine doppelte Funktion, denn an heißen Tagen wird das Gebäude durch das verdunstende Regenwasser gekühlt. Auch wenn es kühler ist, bleibt das Wasser stehen und bewässert dann die Pflanzen. Aufgrund seiner Doppelfunktion als Wasserrückhalte- und Kühlsystem besteht ein großes Potenzial für eine breite Anwendung.

Darüber hinaus ist das Gründachprodukt selbsttragend, vollständig recycelbar und erfordert nur einen geringen Wartungsaufwand. Laut Ceyes beträgt der CO₂-Ausstoß der Gummigranulate Platten nur 6,14 Kilo CO₂ pro Quadratmeter. Sie geben außerdem an, dass das Gleichgewicht zwischen Produktion und CO₂-Absorption nur vier bis acht Jahre beträgt. Die Paneele haben die gleiche Lebensdauer wie ein Gummireifen (über 100 Jahre) und können je nach Größe und Form des Daches individuell an jedes Gebäude angepasst werden.

Die Vorteile von Gründächern sind zahlreich. Im Hinblick auf die Umwelt verbessern sie die Luftqualität, erhöhen die , reduzieren den städtischen Wärmeinseleffekt, binden Kohlenstoff, isolieren besser und reduzieren den Lärm. Diese „lebenden Dächer“ wirken sich auch positiv auf die psychische aus, da sie Räume für Entspannung, Erholung und Verbindung mit der Natur bieten.

Die Wiederverwendung und Umwandlung von Altreifen, von denen jedes Jahr eine Milliarde auf Mülldeponien auf der ganzen Welt landen, ist eine umweltfreundliche Lösung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

https://reset.org/gruene-daecher-aus-alten-reifen/

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Author: Sylvia Jacobs

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