Bisons donnern wieder über Stammesgebiete in Nordamerika

Porträt Bison

Die Assiniboine- und Sioux-Stämme im Fort-Peck-Indianerreservat in Montana setzen sich erfolgreich für die Wiederansiedelung von Bisons in historischen Verbreitungsgebieten ein. Dabei erhalten sie Unterstützung von verschiedenen Organisationen.

2012 nahmen Stammesmitglieder die ersten Bisons in ihrem Reservat in Empfang – 120 Jahre nach dem Tod der letzten Exemplare auf diesem Territorium. Im Rahmen des Bison-Wiederansiedelungsprogramms wurden den Stämmen bisher 182 Tiere übergeben.

Die Bisons stammen aus dem Yellowstone National Park. Wegen einer Krankheit sollten sie geschlachtet werden. Allerdings waren sie gar nicht einzeln getestet worden. Nun bleiben die Tiere ein Jahr lang auf Quarantäneweiden in Fort Peck und werden untersucht. Danach werden die gesunden Tiere in verschiedene Stammesreservate umgesiedelt. So kamen bereits Bisons nach Washington zu den Yakama und nach Oklahoma zu den Modoc.

Die Tiere in Fort Peck sind direkte Nachkommen der letzten reinrassigen Bisons, die die Massenabschlachtung im 19. Jahrhunderts überlebt hatten. Von den mehr als 30 Millionen Tieren Nordamerikas waren um 1900 nur noch etwa 1’000 übrig. Die meisten lebten in Gefangenschaft; eine kleine Herde im Yellowstone National Park. Zwar gibt es heute wieder eine halbe Million Bisons. Die meisten werden allerdings als Nutztiere gehalten und sind mit Rindern gekreuzt.

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Bildquelle:

  • bison_pexels_patrice-schoefolt: Patrice Schoefolt/Pexels

Author: Anja Eigenmann

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