Das Ozonloch schrumpft

Das Ozonloch ist kleiner geworden, die ozonschädigenden Stoffe sind um die Hälfte zurückgegangen. Das vermeldet ein aktueller Expert:innenbericht der UNO. Grund zur Entwarnung ist das nicht. Die Ozonschicht ist sehr dünn und sie ist das einzige, das die Sonne davon abhält, unsere blaue Kugel mit UV-Strahlung einmal komplett zu sterilisieren. Aber der Bericht zeigt eindrücklich auf, wie viel wir bewegen können, wenn wir alle mitmachen.

Streng genommen gibt es zwar gar kein „Ozonloch“, sondern eine grosse Region mit gefährlich tiefem Ozongehalt über der Antarktis – und einige weitere kleinere. Aber in den nächsten 50 Jahren könnte die Konzentration des schützenden Ozons in der Stratosphäre (nicht zu verwechseln mit bodennahem Ozon, das ist gesundheitsschädlich) überall wieder zur Konzentration von vor 1980 zurückkehren. Dazu müssen weiterhin die Ziele erfüllt werden, die in den internationalen Verträgen festgelegt sind.

Internationale Verträge gibt es auch mit dem Ziel, die Klimaerwärmung zu stoppen. Diese werden aktuell bekanntermassen noch nicht so gut erfüllt, wie das Wiener Übereinkommen und das Montrealer Protokoll, welche 2009 als erste Verträge in der Geschichte der Vereinten Nationen allgemein ratifiziert wurden. Es war sicherlich auch einfacher, die Kühlgase in allen Kühlschränken auszutauschen, als den globalen CO2-Ausstoss zu drosseln. Aber die Erfolgsstory Ozonloch macht Hoffnung, dass wir auch diese zweite, etwas grössere Aufgabe gemeinsam meistern werden.

Wer das alles gerne noch mit eigenen Augen sehen möchte, kann das dank der NASA auf deren Ozone Watch Webseite. Hier findest du tägliche Updates, sowie Bilder und Animationen der Ozonschicht von 1979 bis 2022.

https://ozonewatch.gsfc.nasa.gov/SH.html

Author: Nica Disler

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