Die Outdoor-Marke Patagonia will nicht mehr wachsen.

Degrowth: Patagonia macht es vor, wie man eine erfolgreiche Firma abbremst. Immer grösser zu werden, heisst nicht zwingend, effektiver zu sein. Patagonia will ihre Anliegen vom Wachstum entkoppeln.

Zum Beispiel wollen sie jetzt weniger Neuware produzieren und uns stattdessen auf den Wiederverkauf von Secondhand-Produkten konzentrieren. Ihre Kunden sollen die gekauften Produkte zurückverkaufen. Sie putzen und reparieren sie mit den neusten Technologien und verkaufen sie dann zu einem signifikant tieferen Preis wieder. Auch wollen sie in Zukunft Kleider vermieten. Es soll in Zukunft genau so einfach sein, ein Patagonia-Produkt zu kaufen, wie eines zu reparieren, es uns zurückzuschicken oder es von uns zu mieten.

Bei Patagonia lautet die Firmenmission unseren Heimatplaneten zu retten. Man müsse lernen, entspannt zu sein, wenn wir finanzielle Gelegenheiten auch einmal liegen lassen. Sie möchten bei den Umsatzzahlen jede Referenz zu Wachstum eliminieren. Dafür sollen neue Aspekte wie die Umweltverträglichkeit mitberücksichtigt werden. Gleichzeitig müssen sie profitabel sein.

Der CEO sag: „Die Wirtschaft hat eine Verantwortung. Wir können ganz einfach nicht mehr nach dem Shareholdervalue weitermachen. Wir bei Patagonia wollen beweisen, dass man eine gesunde Firma führen kann, die auf mehr fokussiert, als bloss auf den Reichtum ihrer Eigentümer.“

Der Kapitalismus ist ein grossartiges System. Aber er muss sich weiterentwickeln. Er muss Dinge wie saubere Luft, Wasser oder Bodenqualität Fairness mit einbeziehen.

https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/patagonia-will-nicht-mehr-wachsen-sagt-der-ceo-der-outdoor-marke-ld.1596786

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Author: Michael Kistler

Konzeption, Realisation und Kommunikation von Lösungen für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Transition.

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