Furz-frei dank Känguru-Kot

Känguru mit Baby (Quelle: pixabay)

Musstest du kurz lachen? Klingt zwar lustig, aber ist kein Scherz. Wissenschaftler:innen der Washington State University konnten mithilfe einer Kultur, die sie aus Baby-Känguru-Kot gewonnen haben, die Methanproduktion in einem künstlichen Kuhmagen nicht nur verringern, sondern stoppen. Und das ist ziemlich vielversprechend.

Schon länger wird versucht, die Methanausdünstungen von Kühen zu verringern, da diese ein ernsthaftes Problem für unser Klima sind. In absehbarer Zeit ist nicht anzunehmen, dass die gesamte Weltbevölkerung auf einen Schlag anfängt, zu essen. Einerseits wegen Sturheit und andererseits wegen fehlendem Wissen und fehlenden Alternativen. Je nachdem, wo auf der Welt wir uns gerade befinden. Bei uns ist es meist Sturheit.

Die durchschnittliche Lebenszeit von Methan ist zwar kürzer als diejenige von Kohlendioxid. Jedoch ist die Erwärmungsleistung über denselben Zeitraum massiv höher. Kühe produzieren einen Grossteil des Methans weltweit. Wenn man sämtliche Kühe als ein “Land” zusammenrechnet, so wäre dieses Kuh-Land nach China und den USA der grösste Produzent von Treibhausgasen. In der Schweiz entstehen rund 80 % des Methans im Rahmen der Landwirtschaft. Wenn man diese Rülpserei und Furzerei stoppen könnte, wäre sehr schnell sehr viel gewonnen für unser Klima.

Der nächste Schritt werden nun Versuche an echten Kühen sein. Ob das klappt? Wer weiss. Aber die Wissenschaftler:innen bleiben bestimmt dran. Denn die Landwirtschaft ist nicht nur verantwortlich für sehr viel Methan-Austoss, sie hat auch grosse politische Macht und das ist manchmal gar nicht mal so schlecht. Wer genaueres über das Experiment lesen möchte, kann dies hier tun:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1878818122002535?

Author: Nica Disler

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