Positive Ergebnisse des Jena-Experiments zur Pflanzenvielfalt

Bild: (c) unsplash.com/Annie Spratt

Seit rund 20 Jahren läuft das „Jena-Experiment“, das die pufferende Eigenschaft von Pflanzen zeigt. Bei einer größeren Pflanzenvielfalt kann der Boden darunter extreme Temperaturschwankungen besser ausgleichen. Die neue Studie unterstreicht, dass dies eine natürliche Lösung für die Auswirkungen des Klimawandels und extremer Wetterereignisse sein könnte.

Eine Gruppe von Forschern mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen in Mitteldeutschland hat die Daten des Jena-Experiments von 2004 bis 2021 untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine vielfältige Pflanzenwelt als Puffer gegen Schwankungen der Bodentemperatur fungieren und wichtige Ökosystemprozesse beeinflussen kann.

Der untersuchte Standort umfasst 80 Parzellen mit einer vielfältigen Pflanzenvielfalt von bis zu 60 Arten. Sie verglichen diese Parzellen mit anderen un-bepflanzten Böden und unkontrollierter Vegetation. Über einen Zeitraum von 18 Jahren wurde jede Minute die Bodentemperatur in fünf und 15 Zentimetern Tiefe aufgezeichnet. Während dieser langen Zeit konnten sie beobachten, wie sich extreme Wetterereignisse wie lange Dürren, Überschwemmungen und extrem kalte Quellen auf den Boden auswirken.

An heißen Sommertagen war die Bodentemperatur auf den Parzellen mit 60 Arten im Durchschnitt 5,04 Grad Celsius niedriger als auf den un-bewirtschafteten Flächen. Monokulturen erzielten nur die Hälfte der Kühlwirkung. Die lieferte an kalten Wintertagen 1,48 Grad Celsius mehr Wärme, rund fünfmal so viel wie Monokulturen. Dies zeigt letztlich, wie wichtig es ist, die Artenvielfalt der Pflanzen zu schützen.

Bild: (c) unsplash.com/Annie Spratt

https://www.mdr.de/wissen/news/jena-experiment-pflanzenvielfalt-macht-bodentemperatur-stabiler-100.html

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Author: Sylvia Jacobs

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