Strategien gegen die Klima-Apartheit: zum Beispiel solare Wasserpumpen

Ein Mann und eine Frau in Südasien vor einem Solarpanel, das eine Wasserpumpe betreibt

Das Projekt SoLAR (Solar Irrigation for Agricultural Resilience) will zu Klimaresistenz, Geschlechtergerechtigkeit und sozialer Inklusion in Bangladesch, Indien, Nepal und Pakistan beitragen. Ein Mittel dazu sind solare Wasserpumpen.

Gemäss Schätzungen gibt es in diesen Ländern 22 Millionen Wasserpumpen für die Bewässerung in der Landwirtschaft, davon 12 Millionen elektrische und 10 Millionen Dieselpumpen. Diese hinterlassen einen grossen CO2-Abdruck. Zudem lässt die jährliche Entnahme von 250 km2 Wasser den Grundwasserspiegel sinken.

Bisher wurden daher 200’000 solare Bewässerungspumpen in diesen Ländern eingesetzt. Das Projekt SoLAR möchte noch weitergehen und neben klima- auch grundwasserfreundliche und sozial-integrative Bewässerungsstrategien entwickeln.

Solche Projekte sind sehr wichtig. Denn ironischerweise sind die armen Länder des Südens gegenüber dem Klimawandel vulnerabler als der reiche Norden. Und dabei stossen sie relativ gesehen viel weniger CO2 aus. Belassen wir es dabei, ist das Klima-Apartheit, zu vergleichen mit der Covid-Apartheit, die wir eben erlebt haben.

Die Transformation zur Klimaneutralität und die Anpassung an den Klimawandel müssen gemäss UNO-Agenda 2030 aber auch in den armen Ländern vorangetrieben werden. Und sie müssen zur Beseitigung der Armut beitragen – via Geschlechtergerechtigkeit.

?Klima-Apartheit? Nein danke!

https://solar.iwmi.org

Bildquellen

  • Solare Wasserpumpe, Projekt SoLAR: https://solar.iwmi.org

Author: Anja Eigenmann

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