Weinbergpfirsiche erhalten: Für Biodiversität im Rebberg

Rosa blühende junge Bäume des Roten Weinbergpfirsichs, im Hintergrund ein Hang mit Reben

Bis Ende 2022 sollen in der Schweiz 1000 Bäume des Roten Weinbergpfirsichs angepflanzt werden. Damit soll diese Frucht wieder verbreitet werden. Über 100 Betriebe haben sich gemeldet und Bäume bestellt – verteilt über die ganze Schweiz. Geplant ist auch, neue Pfirsicharten auf den Markt zu bringen.

Seit 2009 läuft das Projekt, um die Weinbergpfirsiche in der Schweiz zu erhalten. Dank Delinat, Pro Specie Rara, dem Bundesamt für Landwirtschaft, Spendengeldern und dem Projektpartner Realisation Schmid. Zu Beginn wurde dazu aufgerufen, Kerne einzuschicken, um die Sorten zu vermehren. Fast 100 Einsendungen kamen zusammen – ergänzt mit Fotomaterial und Informationen.

Pfirsichbäume gehörten seit dem ausgehenden Mittelalter zum Bestandteil eines Weinbergs. Seit dem 20. Jahrhundert fielen sie – wie andere Sekundärkulturen – dem sich intensivierenden Rebbau zum Opfer. Sekundärkulturen dienen im Weinberg der Biodiversität und tragen dazu bei, dass das Ökosystem stabiler wird: Früchte, Gemüse, Beeren und Aromakräuter locken Insekten und Mikroorganismen an, die als Gegenspieler zu schädlichen Insekten und Pilzen wirken.

? Wer gibt einem Weinbergpfirsichbaum ein Zuhause an einem geschützten Ort im Garten – oder im eigenen Weinberg? Pro Specie Rara sucht Menschen, die beim Projekt mitmachen und ihre Beobachtungen mitteilen.  

https://www.prospecierara.ch/weinbergpfirsich.html

Bildquellen

  • Blüte_der_Roten_Weinbergpfirsiche: Rolf Kranz auf Wikimedia

Author: Béatrice Eigenmann

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