Wiederbelebung von Maniok und Hirse in Afrika

IMAGO / XINHUA

Der Anbau von dürreresistentem Getreide wird in Afrika aufgrund steigender Lebensmittelpreise und der Klimakrise immer wichtiger. 33 der 55 Länder des Kontinents sind auf Hilfslieferungen angewiesen.

Millionen Menschen sind von Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen betroffen, was zeigt, dass die Klimakrise den afrikanischen Kontinent fest im Griff hat. Laut einem Bericht der Weltwetterorganisation sind die Ernteerträge in den vergangenen 60 Jahren um rund ein Drittel gesunken. Anpassung an den Klimawandel ist laut Akinwumi Adesina, Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, die Lösung.

Rund 90 Millionen Tonnen Mais werden jährlich auf dem gesamten Kontinent geerntet, rund 38 Millionen Tonnen Reis. Zum Vergleich: In Ostafrika werden rund 35 Millionen Tonnen Maniok geerntet. Einst als Arme-Leute-Nahrung betrachtet, wandelt sich das Image der sogenannten „Tropenkartoffel“ Maniok und könnte die Lösung im Kampf gegen den Klimawandel sein. Cassava ist trockenheitstolerant und die Pflanzen sind im Vergleich zu Mais oder Weizen auch weniger anfällig für Krankheiten.

Eine andere Ernte, die in vielen westafrikanischen Supermärkten zu finden ist, heißt Fonio, auch bekannt als hungrige Hirse. Es ist ein einfach anzubauendes Sättigungsmittel und gilt als eines der ältesten Getreidearten auf dem afrikanischen Kontinent. Wie Maniok ist auch Hungrige Hirse pflegeleicht gegen Schädlingsbefall und benötigt außer regelmäßigem Gießen keine Pflege. Sie gedeiht auf nährstoffarmen Böden, die sie auch wiederverwertet.

Die Abhängigkeit von Importen geht in vielen Teilen Afrikas zu Ende und so werden traditionelle Hirsesorten wie Sorghum oder Perlhirse zu besseren Optionen für den Kontinent und müssen nicht mehr importiert werden.

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Author: Sylvia Jacobs

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