Handyfasten bei Jugendlichen verbessert Wohlbefinden deutlich

Zehntausende Jugendliche nahmen an einem dreiwöchigen „Handyfasten“-Experiment im Rahmen der Sendung „Dok1“ teil, bei dem sie auf Smartphones und Social Media verzichteten. Insgesamt beteiligten sich über 72.000 Schülerinnen und Schüler aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol, begleitet von einer wissenschaftlichen Untersuchung mit rund 46.000 ausgewerteten Fragebögen.

Die Ergebnisse zeigen deutliche positive Effekte: Schlafprobleme, depressive Symptome und problematische Internetnutzung gingen merklich zurück, während das psychische Wohlbefinden anstieg. Ein Teil der Teilnehmenden litt vor dem Experiment unter Schlafstörungen und depressiven Beschwerden, bei vielen war die Internetnutzung als riskant eingestuft.

Nach den drei Wochen verbesserten sich insbesondere Schlafqualität und psychische Stabilität deutlich; der Effekt blieb auch mehrere Wochen danach teilweise bestehen. Trotz Verzicht auf das Handy fühlten sich die Jugendlichen nicht stärker isoliert, sondern nutzten die Zeit häufiger für soziale und aktive Tätigkeiten.

Zwei Drittel hielten die 21 Tage durch. Viele berichteten zunächst über Langeweile, fanden jedoch neue Beschäftigungen wie Lesen, Musik oder gemeinsame Aktivitäten. Nach dem Experiment sprach sich ein großer Teil der Jugendlichen für stärkere Einschränkungen der Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen aus.

https://science.orf.at/stories/3235664

Author: Sylvia Jacobs

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