Forschende der ETH Lausanne haben einen pflanzlichen Farbentwickler für Thermopapier entwickelt, der Bisphenole ersetzt. Diese giftigen, hormonaktiven Stoffe gelangen durch Hautkontakt in den Körper und können unter anderem Fortpflanzungsprobleme verursachen. Obwohl Bisphenol S in der EU noch erlaubt ist, ist es in der Schweiz seit 2020 verboten. Studien zeigen jedoch, dass bis heute bis zu 20 % der kontrollierten Kassenzettel noch Bisphenol S enthalten. Der derzeitige Ersatzstoff Pergafast ist weniger gefährlich, gilt aber ebenfalls als potenziell problematisch.
Die neue Beschichtung basiert auf Lignin aus Holz und pflanzlichen Zuckern, die aus ungeniessbarer Biomasse gewonnen werden. Druckqualität und Haltbarkeit sind nahezu gleich wie bei herkömmlichem Thermopapier, wodurch sich die Entwicklung von bisherigen biologischen Alternativen unterscheidet, die oft verblassen.
Die Rezeptur ist patentiert, und das Team prüft die Markteinführung über ein mögliches Start-up. Langfristig könnte der Preis vergleichbar mit herkömmlichem Thermopapier sein. Bis die neue Lösung verfügbar ist, bleibt die gesundheitlich sicherste Alternative, Kassenzettel ganz zu vermeiden.





















