Das aufkommende Konzept des zirkulären Bauens als Weg zu klimaneutralem Bauen. Ziel ist, Gebäude so zu planen, zu errichten und zu dokumentieren, dass sie nach ihrer Nutzung wieder als Quelle von Baumaterialien dienen können: Rückbau statt Abriss, Wiederverwendung statt Wegwerfen, damit sich geschlossene Stoffkreisläufe bereits im Entwurf berücksichtigen. In der Praxis bedeutet das Rettung von Materialien wie Glasfassaden, Erprobung von Rückbau-Methoden, Wiederverwendung von Betonteilen und der Einsatz digitaler Werkzeuge, um Angebot und Nachfrage von Bauteilen besser zu verbinden. Der Wandel vollzieht sich in Europa, besonders in der Schweiz, Frankreich und Deutschland, unterstützt von Architektinnen, Forschenden und kommunalen Entscheidungsträgern. Konkrete Beispiele: Basel fördert die Wiederverwendung von Baumaterialien bei kommunalen Neubauprojekten; in den Pariser Banlieues entsteht ein Kultur- und Gemeindezentrum, dessen Keramikfliesen und Treppen aus Nachbarschaftshäusern stammen. Zirkuläres Bauen gewinnt auch durch politische Regulierung an Bedeutung und Städte können so zu wiederkehrenden, selbst erneuernden Systemen werden. Der begleitende Dokumentarfilm zeigt Pionierinnen und Pioniere, die Mut machen und eine Vision von Städten liefern, die sich konstant selbst erneuern, wobei jede Siedlung zu einer Mine werdend zum Rohstofflager für zukünftige Bauprojekte.
Bauen im Kreislauf – Recycling von Bauteilen – DOK – Play SRF
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