Kinder mit Leukämie schonender therapieren 

Leukämie ist die häufigste Krebsart bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. Dank grosser Fortschritte in der Forschung und Therapie können heute 90% der jungen Patient:innen geheilt werden, wo früher die Diagnose fast einem Todesurteil gleichkam. Besonders häufig ist die akute lymphoblastische Leukämie (ALL), die durch bösartige Veränderungen weisser Blutkörperchen entsteht und die gesunde Blutbildung beeinträchtigt. Auslöser sind oft genetische Veränderungen.

Intensive Forschung, wie die von Jean-Pierre Bourquin, Leiter des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Children & Cancer», hat entscheidend dazu beigetragen, krankmachende Gene zu verstehen und die Therapie zu verbessern. Seit den 1960er-Jahren hat sich die Behandlung von einer reinen Heilungsperspektive hin zu einer schonenderen Therapie mit Fokus auf der Vermeidung von Spätfolgen entwickelt. Herkömmliche Chemotherapien können Nebenwirkungen wie Knochenschäden oder Lernschwierigkeiten verursachen, weshalb die Forschung nach individuelleren und weniger toxischen Ansätzen sucht.

Neue Wege eröffnen vielversprechende Immuntherapien, wie die CAR-T-Zelltherapie. Dabei werden körpereigene Zellen gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen gezielt angreifen. Obwohl diese Therapien schonender sind, gibt es noch Herausforderungen wie Rückfälle und fehlende Langzeitdaten. Ziel ist es, durch präzisere Diagnostik und Therapieoptimierung die Behandlung so anzupassen, dass sie wirksam, aber gleichzeitig schonend ist. Langfristig strebt man eine Leukämiebehandlung ohne Chemotherapie an, um den jungen Patient:innen eine möglichst beschwerdefreie Zukunft zu ermöglichen. 

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#Leukämie #Kinder #Forschung

Author: Nicole Keusch

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