Humor am Arbeitsplatz wird oft unterschätzt. Dabei kann er Kreativität, Produktivität und gute Beziehungen fördern. Er verbessert laut Humor-Experte Drew Tarvin zudem Zuhören und Merkfähigkeit, baut Barrieren ab und hilft, Konflikte zu entschärfen.
Auch Führungskräfte profitieren von richtig dosiertem, situativem Humor. Die Luzerner Forscherin Marina Pletscher zeigt, dass er Vertrauen und Motivation stärken kann. Humor sei zudem lernbar und eine Kommunikationsfähigkeit. Gehen Vorgesetzte mit gutem Beispiel voran, fällt es auch Mitarbeitenden leichter, humorvoll zu sein – was Zusammenarbeit und Innovation fördern kann.
Trotzdem wird Humor am Arbeitsplatz häufig unterdrückt. Pletscher spricht vom «Kaffeepausen-Paradox»: Obwohl 97 Prozent der Mitarbeitenden und 98 Prozent der CEOs Humor begrüssen, bleibt er oft auf die Pause beschränkt – aus Angst, weniger fleissig zu wirken.
Entscheidend ist die Art des Humors. Positiver, gemeinschaftlicher Humor kann die Stimmung verbessern und Stress reduzieren.
Richtig eingesetzt ist Humor daher weit mehr als Unterhaltung: Er stärkt Teams, reduziert Stress und kann ein produktiveres Arbeitsklima schaffen.




















