Pottwale zeigen erstmals kooperative Geburtshilfe

Erstmals wurde eine Pottwalgeburt vollständig dokumentiert. Dabei zeigte sich, dass mehrere Weibchen – auch nicht verwandte Tiere – Mutter und Kalb aktiv unterstützten und schützten. Dieses kooperative Verhalten ist der erste Nachweis von Geburtshilfe außerhalb der Menschenaffen.

Vor der Küste von Dominica beobachtete das Project CETI 2023 eine Gruppe von elf Pottwalen, in deren Mitte das Weibchen „Rounder“ ein Kalb gebar. Die Geburt wurde mit Drohnen und Unterwassermikrofonen aufgezeichnet.

Nach der Geburt bildeten die anderen Wale einen Schutzring und halfen dem Kalb, zum Atmen an die Oberfläche zu gelangen – lebenswichtig, da Neugeborene kaum schwimmen können. Besonders auffällig war die Hilfe einer nicht verwandten jungen Walmutter.

Während der Geburt veränderte sich zudem die Kommunikation der Tiere deutlich, was auf starke soziale Koordination hinweist.

Die Studie liefert den ersten Beleg für kooperative Geburtshilfe bei einer Nicht-Primaten-Art und zeigt, wie wichtig soziale Zusammenarbeit für das Überleben von Pottwalen ist – auch in einer durch Lärm bedrohten Unterwasserwelt.

https://science.orf.at/stories/3234944

Author: Sylvia Jacobs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert