Am Tiefenbachgletscher bei Sölden testet Helioplant kreuzförmige Solarmasten – sogenannte „Solarbäume“. Bis Herbst 2026 sollen rund 800 Stück installiert werden, die ein Drittel des Strombedarfs von drei Skigebieten decken.
Die Gründer Alexander Ploner, Thomas Sönser und Florian Jamschek entwickelten die Bauweise nach Erfahrungen mit herkömmlichen Anlagen, die bei über acht Metern Schnee zerstört wurden. Inspiriert vom Lawinenschutz, wirbelt die Kreuzform den Wind so, dass Schnee in Mulden unter den Modulen liegt, während die Paneele frei bleiben.
Hohe Lagen bringen zusätzliche Vorteile: Kühle Temperaturen, starke Winde und die Reflexion des Schnees steigern die Effizienz, besonders im Winter. Schweizer Studien zeigen, dass alpine PV-Anlagen bis zu 43 % ihres Jahresertrags in der kalten Jahreszeit liefern – deutlich mehr als Flachlandanlagen. Die Schweiz fördert solche Anlagen gezielt, um die Winterstromlücke zu schließen, während Österreich nur Ausnahmeförderungen gewährt.
Herausforderungen wie Verschattung lösen unabhängige Module mit Leistungsoptimierern. Der Bau ist aufwendig und teuer, die Amortisation liegt bei etwa zwölf Jahren. Wirtschaftlich sinnvoll ist das Projekt, weil Skigebiete den Strom direkt nutzen.





















