Südkorea stoppt Bärengalle-Zucht

Südkorea verbietet ab dem 1. Januar 2026 die Zucht und den Besitz von Bären zur Gewinnung von Galle. Damit beendet die Regierung eine jahrzehntelang praktizierte, von Tierschützer:innen kritisierte Praxis, bei der vor allem Asiatische Schwarzbären unter qualvollen Bedingungen gehalten wurden. 

Das Verbot basiert auf einem Abkommen von 2022 und einer Verschärfung des Tierschutzgesetzes; Verstöße können mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden. Züchter:innen erhalten eine Übergangsfrist zur Abgabe der Tiere, die von Tierschutzorganisationen übernommen und in Schutzgebiete gebracht werden sollen. 

Die Umsetzung ist jedoch durch begrenzte Kapazitäten, Entschädigungsstreitigkeiten und Verzögerungen beim Ausbau von Schutzgebieten erschwert. Derzeit werden noch knapp 200 Bären auf elf Farmen gehalten; die Regierung betont ihr Ziel, alle Tiere dauerhaft zu schützen.

https://www.watson.de/nachhaltigkeit/good-news/767785271-suedkorea-verbietet-zucht-von-baeren-zur-gewinnung-ihrer-galle

Author: Sylvia Jacobs

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