Wirkung von kaltem Wasser auf das Immunsystem 

Kaltes Duschen, Eisbaden und Wassertreten gelten als Reize, die Kreislauf, Durchblutung und Immunsystem stimulieren. Studien belegen erste positive Effekte: In einer niederländischen Untersuchung hatten Personen, die täglich 30–90 Sekunden kalt duschten, rund ein Drittel weniger Krankmeldungen als jene, die warm duschten.

Wassertreten – bekannt aus der Kneipp-Therapie – kühlt nur Beine und Füße. Der Kältereiz verengt die Gefäße kurzfristig und fördert anschließend die Durchblutung. Anwender berichten von Abhärtung, milderen Erkältungsverläufen und einer Stärkung des Kreislaufs. Wassertreten kann man im Bad zuhause leicht nachmachen; alternativ sind kalte Arm-, Gesichts- oder Kniegüsse möglich.

Sportmediziner bestätigen weitere Effekte: Kälte beeinflusst Muskel­durchblutung, Nervensignale und Schmerzempfinden. Forschungen zeigen zudem mehr Abwehrzellen im Blut nach regelmäßigen kalten Güssen. Allerdings ist die Studienlage insgesamt noch begrenzt.

Kaltes Wasser allein reicht jedoch nicht aus. Bewegung, Krafttraining und ausgewogene Ernährung bleiben entscheidend für ein starkes Immunsystem.

Vorsicht ist geboten bei Fieber, Erkältungen, Menstruation sowie bei Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Lungenerkrankungen. Vor allem Eisbaden birgt Risiken und sollte von gefährdeten Personen gemieden werden.

Bild ©️unsplash.com

https://www.swr.de/leben/gesundheit/kaltes-wasser-gesund-immunsystem-100.html

Author: Sylvia Jacobs

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