Dem Bielersee geht es heute deutlich besser als noch in den 1980er-Jahren: Die Artenvielfalt der Wasserpflanzen hat sich seither verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden 24 Pflanzenarten gefunden, die sich dank der verbesserten Wasserqualität inzwischen bis in 13 Meter Tiefe ausbreiten können.
Grund dafür sind unter anderem die Massnahmen im Gewässerschutz, etwa Kläranlagen und das Phosphatverbot in Waschmitteln. Besonders stark haben sich die Armleuchteralgen erholt: Nachdem sie 1976 aus dem See verschwunden waren, bedecken sie heute rund 64 Prozent der untersuchten Fläche. Davon profitieren unter anderem Fische, Schnecken und Wasserinsekten.
Gleichzeitig steht das Ökosystem vor neuen Herausforderungen. Die Folgen des Hitzesommers 2026 sind noch nicht absehbar, und wärmeres Wasser enthält weniger Sauerstoff. Auch invasive Arten wie Nuttalls Wasserpest und die Quaggamuschel setzen dem See zu. Der Zustand des Bielersees wird deshalb weiterhin überwacht.




















