Das Liebesbriefarchiv ist einzigartig in Deutschland und bewahrt private Liebesbriefe als Zeugnisse von Liebes- und Alltagskultur. Gegründet 1998 von der Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Eva L. Wyss, umfasst es heute über 63.000 Briefe aus 67 Ländern und vier Jahrhunderten.
Professor Dr. Eva L. Wyss wollte private Liebesbriefe wissenschaftlich untersuchen, da sich frühere Forschungen hauptsächlich auf Briefe bekannter Literaten konzentriert hatten. 1997 veröffentlichte sie einen Aufruf in Zürcher Zeitungen, Liebesbriefe einzusenden, und erhielt innerhalb von sechs Monaten über 2.500 Einsendungen. Dies führte 1998 zur Gründung des Forschungsprojekts „Liebesbriefarchiv“, das von 1999 bis 2004 vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurde und das Zürcher Liebesbriefarchiv (ZLA) begründete.
2013 zog das Liebesbriefarchiv mit rund 6000 Briefen an die Universität Koblenz-Landau. 2014 begann unter Prof. Dr. Andrea Rapp die Professionalisierung und Institutionalisierung; seit 2015 werden der wachsende Bestand digitalisiert und erschlossen.
Das Citizen-Science-Projekt „Gruß & Kuss“ lädt die Öffentlichkeit ein, Briefe zu digitalisieren, zu transkribieren und zu erforschen. Die Forschung konzentriert sich auf Liebe in Krisen, auf Distanz und heimliche Beziehungen.
Liebesbriefe können jederzeit gespendet werden, digital oder als Original, wobei die Nutzung und Veröffentlichung vertraglich geregelt wird.





















