Neue Grenzwerte für PFAS im Wasser

Erstmals werden in Deutschland verbindliche Grenzwerte für sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) im Trinkwasser eingeführt. Ab dem 12. Januar 2026 gilt ein Summengrenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für 20 relevante PFAS, ab 2028 zusätzlich ein strengerer Grenzwert von 20 Nanogramm pro Liter für vier besonders problematische Stoffe. PFAS sind extrem langlebig, reichern sich in Umwelt und Organismen an und stehen im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen und das Krebsrisiko zu erhöhen.

Untersuchungen zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Trinkwasserproben die neuen Grenzwerte überschreitet. Dennoch müssen mehrere hundert Wasserversorger ihre Aufbereitungstechnik anpassen, etwa durch Aktivkohlefilter, was Kosten für Verbraucher nach sich ziehen kann. Wissenschaftler begrüßen die neuen Regeln, betonen jedoch, dass Trinkwasser allein nicht ausreiche: PFAS seien in Böden, Nahrung und Wildtieren weit verbreitet. Daher fordern sie eine europaweite Einschränkung der industriellen Nutzung. Die Grenzwerte gelten als wichtiger Schritt, da PFAS zwar aus Trinkwasser entfernt werden können, aus der Umwelt jedoch langfristig nicht verschwinden.

https://www.zdfheute.de/wissen/pfas-trinkwasser-grenzwert-trinkwasserverordnung-100.html

Author: Sylvia Jacobs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert