Ein Igelhaus bietet Igeln wichtigen Schutz, wenn natürliche Rückzugsorte wie Hecken, Laubhaufen oder Totholz fehlen. Laut NABU benötigen sie strukturreiche Gärten, um den Winterschlaf – bis zu sechs Monate – sicher zu überstehen. Ein stabiles, richtig platziertes Igelhaus schützt vor Kälte, Feuchtigkeit und Räubern und unterstützt zugleich eine naturnahe Gartenpflege, da Igel Insektenbestände regulieren.
Für den Bau eignen sich unbehandelte Holzplatten, wetterfeste Dachabdeckung sowie trockenes Laub oder Stroh. Nach dem Zuschneiden werden Boden, Wände und Dach stabil verschraubt; der Eingang sollte etwa zehn mal zehn Zentimeter groß und leicht verwinkelt sein. Das Dach wird regensicher montiert, der Innenraum mit trockenem Material ausgelegt. Ein geschützter Standort unter Sträuchern, windabgewandt und etwas erhöht, sorgt für optimale Bedingungen. Nach dem Winter wird das Füllmaterial kontrolliert und gegebenenfalls erneuert.
Igel finden in aufgeräumten Gärten oft zu wenig Nahrung und Verstecke, zusätzlich bedrohen sie Pestizide und Gartengeräte. Ein Igelhaus schafft hier Entlastung. Laut NABU helfen zudem Laubhaufen, Hecken, Totholz und kleine Zaunöffnungen. Gifte sollten vermieden und Mähroboter nachts abgeschaltet werden.
Zur beobachtungsarmen Kontrolle eignet sich eine seitlich oder erhöht platzierte Wildkamera in ein bis zwei Metern Abstand, möglichst im Nachtmodus. Kurze Aufnahmen reichen aus, ohne die Tiere zu stören.





















