Ab dem 1. Januar 2026 werden in der Schweiz keine männlichen Küken mehr getötet. Bisher wurden sie kurz nach dem Schlüpfen entsorgt, da sie weder Eier legen noch wirtschaftlich für die Fleischproduktion geeignet sind.
Bio Suisse setzt auf Bruderhähne und Zweinutzungshühner. In der Bio-Produktion werden männliche Küken aufgezogen oder Zweinutzungshühner gehalten, die sowohl Eier liefern als auch für Fleisch genutzt werden können. Längere Nutzung der Legehennen schafft Platz für die Aufzucht der Hähne.
Gallo Suisse setzt auf Geschlechtsbestimmung im Ei. Konventionelle Betriebe erkennen das Küken-Geschlecht bereits im Ei mit MRT. Nur weibliche Eier werden ausgebrütet, männliche kommen z. B. als Futter in Zoos. Die Fehlerquote liegt bei 2–5 %.
Die Umstellung erfordert mehr Platz, längere Arbeitszeiten und geschultes Personal. Die Branche prüft kontinuierlich Verbesserungen und sieht den Schritt als wichtigen Fortschritt für die Schweizer Eierproduktion.





















