Eine Studie des Forschungsbüros BioConsult im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) zeigt, dass Zugvögel Windkraftanlagen fast vollständig umgehen. Untersucht wurde das „Windtestfeld Nord“ bei Husum mit fünf unterschiedlichen Turbinen, etwa zwei Kilometer von der Küste des Wattenmeers entfernt.
Während vier Zugzeiten (zwei Frühjahre, zwei Herbste) erfassten Kameras und Radarsysteme alle Durchflüge von Vögeln und Fledermäusen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei laufenden Rotoren nur noch ein Zwanzigstel der Vögel die Rotorebene durchfliegt. Fast 99,9 % der Zugvögel weichen den Rotoren aus – tagsüber wie nachts. Ein Drittel der Vögel flog in der „Risikohöhe“ von 25 bis 180 Metern, die Durchschnittshöhe lag bei 300 Metern.
Die Forschungen betreffen nur Zugvögel, nicht standorttreue Arten. Kollisionsopfer gehörten nicht zu den typischen Nachtziehern. Laut BWO zeigt die Studie, dass Leistungskürzungen der Turbinen während intensiver Zugzeiten das Risiko kaum verringern, da die Vögel die Anlagen ohnehin meiden.
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