Zürich erfindet sich neu: Wer bestimmt, wem der Strassenraum gehört?

In Zürich ist eine lebhafte Debatte im Gang. Der Gemeinderat hat diese Woche die Verkehrswende-Initiative mit 69 zu 44 Stimmen an den Stadtrat überwiesen. Zürich soll «grossflächig möglichst autofrei» werden, zumindest in den Wohnquartieren. Was das genau bedeutet, darüber sind sich die Menschen nicht einig. Und genau das ist interessant.

Denn hinter der Frage «Parkplatz oder Veloweg?» stecken tiefere Fragen: Wem gehört der öffentliche Raum? Was brauchen verschiedene Menschen in einer Stadt? Wie gestalten wir unser Zusammenleben?

Das PolitikLabor Schweiz lädt am 8. Juli im Karl*a der Grosse Zürich dazu ein, genau diese Fragen aufzustellen, im wörtlichen Sinn. Mit der Methode der systemischen Aufstellung werden die verschiedenen Perspektiven im Strassenraum erfahrbar: Autofahrende, Velofahrende, Fussgänger:innen, Anwohnende, das Gewerbe, und die Stadt selbst als lebendiger Organismus. Was sichtbar wird, wenn wir aufhören, Argumente gegeneinander abzuwägen, überrascht oft.

Mitmachen oder Zuschauen, beides ist möglich. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresfokus «Raum» von Karl*a der Grosse, der noch bis Ende 2026 läuft. Wer selbst eine Veranstaltung zum Thema Raum plant, kann sich ebenfalls melden und Teil des Programms werden.

📍 Karl*a der Grosse Zürich, Erkerzimmer
🗓 Mittwoch, 8. Juli 2026, 18:00 Uhr
🎟 CHF 30.– / ermässigt CHF 15.–
Anmeldung hier
Komm ins Programm von Karl*a der Grosse

Author: Sylvia Jacobs

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