Der Boden als Klimaretter

Unsere Böden könnten eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Erderhitzung spielen. Werden degradierte Böden wiederhergestellt, kann der kühlende Effekt durch gespeichertes Wasser und natürliche Verdunstung deutlich verstärkt werden – laut der Bodenschutz-Initiative Save Soil sogar bis zu dreimal stärker als die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung.

Intakte Böden wirken wie ein Schwamm: Sie speichern Wasser, versorgen Pflanzen und kühlen durch Verdunstung die Umgebung. Doch weltweit sind viele Böden geschädigt – in Europa gelten bis zu 70 Prozent der Landflächen als degradiert. Intensive Landwirtschaft entzieht den Böden ihre natürlichen Funktionen, wodurch Trockenheit, Hitzewellen und Wüstenbildung zunehmen.

Bodenschutz kann gleich mehrere Probleme lösen: Gesunde Böden kühlen lokal, speichern CO₂ und verhindern, dass bereits gebundener Kohlenstoff freigesetzt wird. Dafür braucht es vor allem einen Wandel in der Landwirtschaft hin zu nachhaltigeren Methoden. Damit dieser gelingt, fordert Save Soil politische und finanzielle Unterstützung für Landwirtinnen und Landwirte. Initiativen zur Wiedervernässung von Moorböden gelten dabei als wichtige Schritte in die richtige Richtung.

https://taz.de/Boeden-als-Klimaretter/!6173054

Author: Sylvia Jacobs

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