Forscher sind ĂŒberzeugt davon, dass Moringa olifeira das Potenzial hat, in Zukunft als pflanzliche, nachhaltige Proteinquelle zu dienen (die Gute Minute hat ĂŒber den Wunderbaum berichtet). Deshalb lĂ€uft seit 2020 an der Hochschule fĂŒr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Zollikofen (BE) ein dreijĂ€hriges Forschungsprogramm.
Es werden Verfahren getestet, die das Protein schonend freisetzen sollen. Das Ziel ist ein Pulver mit einem Proteingehalt von 60â80%. Es soll möglichst hell sein, löslich und neutral schmecken.
Gerade der letzte Punkt steht der grossen Verwendung der frischen BlÀtter im Weg: Senföle verleihen den BlÀttern einen intensiv-bitteren Geschmack. Deshalb heisst Moringa auch Meerrettichbaum. Durchs Abkochen, wie es beispielsweise in Senegal gemacht wird, gehen hitzeempfindliche und wasserlösliche Stoffe verloren, u.a. Vitamin C. Auch durch Trocknen und Lagern sinkt der Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen markant.
Das Forschungsprojekt an der HAFL fokussiert auf Folgendes: Wie kann das Protein gewonnen werden? Wie sieht die Charakteristik dieses Proteins aus? Wie kann man die anfallenden Nebenprodukte verwerten? Wie kann das Verfahren in den industriellen Massstab ĂŒberfĂŒhrt werden?
https://www.bfh.ch/de/forschung/forschungsprojekte/2020-830-976-736/
Bildquelle:
- MoringablÀtter_auf_Teller: svibhandik auf Pixabay





















