Hitzewellen stellen eine ernste Gefahr für junge Mauersegler dar, da sich ihre Brutplätze unter Dächern auf über 60 °C aufheizen können. Dies zwingt Jungvögel zum Verlassen der Nistplätze, was oft tödlich endet, wenn sie nicht gerettet werden. Die Stiftung Pro Artenvielfalt setzt sich für den Schutz dieser Vögel ein, indem sie bei der Sanierung und im Neubau von Gebäuden die Schaffung von hitzegeschützten Nistplätzen berücksichtigt.
Ein Projekt in Basel-Westfeld integrierte 36 Nistkästen in Fassaden, die so positioniert sind, dass direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird. Diese gut geplanten Nistplätze bieten bessere Aufzuchtbedingungen und sind, zusammen mit begrünten Dächern mit Nahrungsangebot, lebensrettend. Die Mauerseglerkolonie in Basel wächst erfolgreich, was die Bedeutung von frühzeitiger Planung und dauerhaftem Artenschutz unterstreicht. Ähnliche Projekte, wie die Umwandlung von Trafotürmen in Artenschutztürme, zeigen, dass Gebäude wertvolle Lebensräume für Wildtiere sein können und zur Koexistenz von Mensch und Natur beitragen, insbesondere angesichts zunehmend extremerer Hitzeperioden. Mauersegler, Mehlschwalben und Schleiereulen sind Prioritätsarten für die Artenförderung in der Schweiz, für die dauerhaft geeignete Brutplätze gesichert werden müssen.
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Lebensraum statt Hitzefalle: Überlegter Artenschutz an Fassaden | Naturschutz.ch




















