đŸŒ±Vegane KĂŒche: «Wir tun es auch fĂŒr den liebevollen Umgang mit unseren Schwestern und BrĂŒdern aus dem Tierreich.Â»đŸ·đŸ“

Frau am Tisch mit gemischtem Teller vom Buffet an einem Tischim Aussenbereich des veganen Restaurant Sacred.

Es macht den Umstieg auf Teilzeit- und Vollzeit-Vegan einfach: Das «Sacred» in ZĂŒrich ist laut Selbstdeklaration das erste vegane Restaurant in der Schweiz. Seit ĂŒber 8 Jahren ĂŒberraschen seine Köche die GĂ€ste mit einem abwechslungsreichen und schmackhaften veganen Bio-Buffet. Nichts fehlt darauf. Weder KĂ€se noch Fleisch. Alles pflanzenbasiert. Eine Anregung fĂŒr eigene vegane Gerichte. Wie schafft das KĂŒchenteam das? Ein Interview mit Michael Schrottenholzer, Leiter des Sacred.

Michael, wie kriegt ihr bloss so ein grosses Buffet mit feinem veganem Essen hin?

Erstens arbeitet die Schweizer KĂŒche traditionell mit Milch, KĂ€se, Rahm, Eiern und auch Fleisch. Wenn man diese Zutaten weglĂ€sst, hat man ein Handicap. Denn das hiesige Publikum wird sie vermissen. Also muss man sie ersetzen.

Bei euch gibt es tatsĂ€chlich ZĂŒrigschnĂ€tzlets, RahmglacĂ©, KĂ€se, Omelette. Alles pflanzenbasiert. Wodurch ersetzt ihr die tierischen Produkte?

Das sind verschiedene Zutaten. Zum Beispiel Sojaschnetzel, Mandelmilch, Dinkel, Tofu. Allerdings reicht es tatsÀchlich nicht, ein Restaurant zu eröffnen und zu sagen, es sei vegan. Wenn du weiterbestehen willst, muss das Essen auch gut sein. Und bei uns kommen die GÀste wieder. Auch Menschen, die sonst Fleisch essen, leben dadurch zum Beispiel zweimal pro Woche vegan. Bei uns sind alle willkommen. Ob Fleischesser, Veganer oder Vegetarier.

Michael Schrottenholzer. Foto: Vegelateria.

„Hinter unserem Essen stehen 40 Jahre Erfahrung.“

Und wie stellt ihr sicher, dass das Essen den Leuten schmeckt?

Hinter unserem Essen stehen 40 Jahre Erfahrung mit pflanzenbasierten Nahrungsmitteln. Wir gehören zur Firma Soyana in Schlieren. Diese entwickelt immer wieder neue Produkte. Wir wiederum haben in unserem Restaurant viel gelernt und unsere Erkenntnisse an Soyana weitergegeben. Unter anderem hat diese jetzt ein veganes Fondue entwickelt sowie vegane Bio-Fertigmahlzeiten.

Gerichte, die traditionell mit Fleisch, Eiern, und Milch gekocht werden auf Pflanzenbasis entwickeln – tut ihr das, damit ihr auf dem Markt bestehen könnt?

Nicht nur. Es ist unser Beitrag zum respektvollen Umgang mit den Ressourcen. Deshalb sind unsere Produkte auch biologisch. Wir wollen zudem unsere Mitschwestern und -brĂŒder aus dem Tierreich liebevoll behandeln. Weil wir das mit Überzeugung leben, können wir mehr Leute erreichen. Unser Credo ist: Freude am Leben.

🎈Das Sacred war frĂŒher die Vegelateria. Diese ist jetzt integriert: https://vegelateria.ch/

🎈Mit seiner veganen KĂŒche leistet das Sacred einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz. Wie das zusammenhĂ€ngt, erklĂ€rt Manuel Klarmann von der Organisation Eaternity im Interview: đŸ„’đŸ„• «Das Essen muss einfach schmecken. Dann erledigen sich die Diskussionen.» đŸ„œ

🎈Austausch ĂŒber nachhaltiges Leben und KĂŒche? Wir treffen uns am 5. Oktober 2021 zu einem «Gute-Minute-Kulinar» im Babette in ZĂŒrich. Infos und Anmeldung: đŸœ Essen mit der Guten Minute bei #Babette

Bildquellen

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Author: Anja Eigenmann

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