Wachstum des Frauenfussballs in der Schweiz

Der Frauenfussball erlebt international einen Boom. Die Europameisterschaft 2025, die in acht Schweizer Städten stattfindet, soll neuen Schwung zum Schweizer Frauenfussball bringen – besonders im Nachwuchsbereich.

Am 2. Juli eröffnen die Schweizerinnen das Turnier im St.-Jakob-Park in Basel vor über 30’000 Fans – ein historischer Moment für das Nationalteam, das lange Zeit vor kleinem Publikum spielte. Spielerinnen wie Kapitänin Lia Wälti haben bereits Erfahrung aus gut besuchten internationalen Ligen.

Noch vor wenigen Jahren war der Frauenfussball in der Schweiz kaum sichtbar. Die ehemalige Nationalspielerin Franziska Schild erinnert sich an bescheidene Bedingungen: ausrangierte Männertrikots, wenig Anerkennung und kaum Ressourcen. Heute leitet sie die Fussballentwicklung beim Fussballverband Bern/Jura und setzt sich für mehr Angebote speziell für Mädchen ein.

Auch Profiklubs wie der BSC Young Boys investieren inzwischen in den Frauenfussball. YB baut etwa einen 40-Millionen-Franken-Campus für Nachwuchs und Frauen.

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) verfolgt mit der EM das Ziel, den Anteil der fussballspielenden Mädchen bis 2027 zu verdoppeln – von 40’000 auf 80’000. Auch mehr Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Funktionärinnen sollen gewonnen werden. Der Bund unterstützt das Turnier nach Protesten mit 15 Millionen Franken, zusätzlich fördern Kantone und Städte gezielt Ausbildungsprojekte.

Die EM 2025 gilt als Katalysator für den Frauenfussball. Neben sportlichen Zielen – wie das Erreichen der Viertelfinals – steht für die Schweizer Spielerinnen vor allem im Fokus, sich auf heimischem Boden zu beweisen.

Bild: (c) unsplash.com/Ryan Klaus

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Author: Sylvia Jacobs

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