Weniger Verkehrsemissionen können die Lungenentwicklung von Kindern verbessern. Das zeigt eine Studie der Queen Mary University of London mit mehr als 3.400 Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren.
Die Forschenden verglichen Kinder aus London mit einer ähnlichen Gruppe in Luton, nachdem London eine Ultra Low Emission Zone (ULEZ) eingeführt hatte. Die Stickstoffdioxid-Belastung sank in London mehr als doppelt so stark wie in Luton.
Parallel dazu wuchs die Lungenfunktion der Londoner Kinder schneller: jährlich um durchschnittlich 233 statt 223 Milliliter. Nach vier Jahren hatten sie zu den Kindern in Luton aufgeschlossen. Der Anteil der Kinder mit eingeschränkter Lungenfunktion sank in London zudem von 14 auf 9 Prozent.
Die in The Lancet Public Health veröffentlichte Studie liefert damit erstmals Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Umweltzonen, besserer Luftqualität und schnellerem Lungenwachstum bei Kindern. Eine unvollständige Lungenentwicklung kann später unter anderem das Risiko für Asthma erhöhen.
Die ULEZ bleibt politisch umstritten. Seit 2021 wurde sie schrittweise ausgeweitet und gilt seit August 2023 im gesamten Stadtgebiet.




















