Nach einem öffentlichen Streit um eine fehlerhafte Aussage in einem Globi-Buch arbeiten Globi und der Zürcher Bauernverband nun zusammen: Die Kinderbuchfigur wird Botschafter des «Plan B», einem freiwilligen Programm zur Förderung der Biodiversität.
Auslöser des Konflikts war das Buch «Globi und der Wald». Darin wurde fälschlicherweise behauptet, Schweizer Kühe würden zu 80 Prozent mit Körnern oder Soja gefüttert. Tatsächlich liegt der Kraftfutteranteil bei etwa 10 bis 15 Prozent. Der Globi-Verlag entschuldigte sich für den «Zahlenfehler», korrigierte die Aussage in einer neuen Auflage und passte auch die Formulierung zum Zusammenhang zwischen Schweizer Landwirtschaft und Regenwald an.
Nun setzt der Zürcher Bauernverband auf Globi als Vermittler für mehr Artenvielfalt. Im Rahmen des «Plan B» unterstützen Bauern freiwillige Massnahmen wie das Pflanzen von Hecken und Bäumen oder das Anlegen von Stein- und Asthaufen. Finanziert wird das Programm durch private Partner und Sponsoren.
Der Kanton Zürich begrüsst die Initiative, weist aber darauf hin, dass es für grössere Biodiversitätsprojekte weiterhin öffentliche Investitionen braucht. Auch Pro Natura Zürich sieht den Schritt positiv, fordert jedoch zusätzliche Massnahmen gegen zentrale Probleme wie Pestizideinsatz und den Verlust wertvoller Lebensräume.
Bild Ⓒ Globi Verlag




















