Mikroben im Grundwasser bauen mehr als die Hälfte des Methans ab, bevor es in die Atmosphäre gelangt, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Methan gilt als starkes Treibhausgas – eine Tonne wirkt über 100 Jahre so klimaschädlich wie 25 Tonnen CO₂.
Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie und der Universität Jena nutzten eine hochpräzise Radiokohlenstoff-Methode, um zu zeigen, dass diese Mikroorganismen als natürlicher Methanfilter wirken. Dies liefert erstmals belastbare Daten über das Schicksal von Methan im Grundwasser und schafft Grundlagen für Klima- und Wasserbewertungssysteme.
Die Studie zeigt, dass weltweit methanoxidierende Mikroben jährlich 167–778 Teragramm Methan abbauen – etwa zwei Drittel der global im Grundwasser entstehenden Menge. Damit wird ihre Bedeutung für den globalen Kohlenstoffkreislauf deutlich. Gleichzeitig kann Methan in hohen Konzentrationen die Wasserqualität gefährden; die neue Methode hilft, potenzielle Risiken zu erkennen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass selbst kleinste unterirdische Lebensgemeinschaften wesentlich dazu beitragen, die Erderwärmung zu bremsen, und eröffnen neue Perspektiven für biogeochemische Modelle und nachhaltiges Grundwassermanagement.





















