Weniger neue Strassen in Wales  

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Aus Umweltgründen hat die walisische Regierung den Bau neuer Brücken und Strassen auf Eis gelegt.

Eine unabhängige Überprüfung der landesweiten Strassenpläne durch die Regierung wurde im Juni 2021 durchgeführt, wonach die Entscheidung getroffen wurde. Die walisischen Klimaziele wurden daraufhin untersucht, welche Auswirkungen die geplanten Projekte auf die Umwelt haben würden. Viele Projekte wurden im Rahmen des nationalen Verkehrsplans reduziert, verschoben oder pausiert.

Der stellvertretende Minister für Klimawandel, Lee Waters, wurde mit den Worten zitiert: “Wir werden keine Netto-Null-Emissionen im Verkehr erreichen, wenn wir nicht aufhören, immer wieder dasselbe zu tun“ – indem wir mehr Strassen bauen. Um dies zu erreichen, müssen neue Strecken strengen Auflagen unterzogen werden und dürfen nur gebaut werden, wenn sie die genauen Standards erfüllen, zum Beispiel, wenn der Neubau die CO₂-Emissionen für die Anzahl der Autos nicht erhöht.

Diesen Weg möchte auch der Bundesumweltverband BUND und fordert strengere Vorgaben für den Infrastrukturbau in Deutschland. BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg fordert eine bundesweite Einigung zur Anpassung der Verkehrsinfrastruktur für eine klimaneutrale Zukunft und eine Mobilitätswende mit weniger Autos. Er setzt auf Erhalt statt Neubau und Schiene vor Strasse.

So sehr walisische Umweltschützer sagten, dass sie die Entscheidung für einen mutigen Schritt halten, gab es auch viel Kritik, insbesondere aus der Bauindustrie.

https://taz.de/Klimafreundliche-Verkehrsplanung/!5916804/

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Author: Sylvia Jacobs

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