Berlin setzt auf eine Million Bäume bis 2040 

In Berlin soll bis 2040 eine Million gesunde Straßenbäume stehen. Das Abgeordnetenhaus beschloss mit breiter Mehrheit – auf Initiative der Bürgerbewegung BaumEntscheid – ein entsprechendes Baumgesetz. Ziel ist es, die Zahl der Stadtbäume von derzeit rund 440.000 deutlich zu erhöhen und den Verlust der vergangenen Jahre auszugleichen. Die Gesamtkosten werden auf etwa drei Milliarden Euro geschätzt.

Bis 2027 sollen alle in den letzten zehn Jahren gefällten Bäume ersetzt sein. Ab dann dürfen auch Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Fachbetrieben Bäume pflanzen. Das Gesetz verpflichtet Land und Bezirke zudem zu Maßnahmen der Klimaanpassung, etwa durch neue Grünflächen, Mini-Parks und verbessertes Regenwassermanagement.

Die Initiative BaumEntscheid hatte seit 2023 auf ein „BäumePlus-Gesetz“ gedrängt, das mehr Straßenbäume, Kälteinseln und Parks vorsieht. 

Der Senat hatte zunächst ein eigenes Gesetz geplant, übernahm nach über 33.000 gesammelten Unterschriften jedoch weitgehend den Entwurf der Initiative. Hintergrund ist der schlechte Zustand vieler Berliner Stadtbäume: Mehr als die Hälfte gilt als geschädigt, besonders durch Hitze und mangelnde Pflege.

Studien zeigen, dass Bäume Straßen um bis zu vier Grad und Parks um bis zu fünf Grad abkühlen können. Das Gesetz soll die Temperaturen in 170 besonders heißen Stadtteilen um zwei Grad senken und so die Lebensqualität erhöhen.

Es gab zwar einige Kritikpunkte, trotzdem das Gesetz wird als wichtiger Schritt hin zu einer ökologischen Stadtentwicklung und zur Anpassung an den Klimawandel angesehen.

Bild ©️ unsplash.com

https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-abgeordnetenhaus-entscheidet-ueber-gesetz-zu-berliner-stadtbaeumen-100.html

Author: Sylvia Jacobs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert