Rückkehr der Nashörner in Ugandas Kidepo-Tal

Nach 43 Jahren kehren erstmals wieder Nashörner ins Kidepo-Tal im Norden Ugandas zurück – ein bedeutender Erfolg für den Artenschutz. Das Gebiet war 1958 von der britischen Kolonialregierung zum Tierreservat erklärt worden, was die Vertreibung der indigenen Völker Dodoth und Ik sowie zunehmende Hungersnöte zur Folge hatte. In den folgenden Jahrzehnten führte Wilderei zum Rückgang vieler Tierarten, zuletzt wurde 1983 das letzte Nashorn im heutigen Kidepo-Valley-Nationalpark getötet.

Am 17. März 2026 wurden zwei der insgesamt acht geplanten Breitmaulnashörner aus dem 300 Kilometer entfernten Ziwa-Nashornschutzgebiet freigelassen. Zunächst bleiben sie in einem eingezäunten Bereich mit Wasserstellen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Nationalparkdirektor James Musinguzi bezeichnet die Rückkehr als Beginn einer neuen Ära für die Nashörner.

Obwohl das Breitmaulnashorn nicht akut vom Aussterben bedroht ist, gelten Bestände laut der internationalen Union für Naturschutz als „potenziell gefährdet“. Wilderei bleibt eine große Gefahr: 2025 wurden allein in Südafrika 352 Nashörner getötet. 

Auch in Uganda überwachen die Behörden den Schutz der inzwischen 61 Tiere, doch der illegale Handel mit Hörnern erschwert die Arbeit erheblich.

https://www.watson.de/nachhaltigkeit/good-news/136756220-tierschutz-seltene-nashoerner-kehren-in-nationalpark-in-uganda-zurueck

Author: Sylvia Jacobs

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