Mehr als 30’000 Aufrufe in nur 24 Stunden: Ein Video eines im Zürichsee planschenden Bibers sorgt auf TikTok für Aufsehen. Dabei ist der Nager längst kein Neuling am See. «Seit 2020 ist er wieder am Zürichsee heimisch», erklärt Caroline Nienhuis von der Biberfachstelle des Kantons Zürich. Mindestens zehn Biber leben mittlerweile rund um den See, unter anderem in Wollishofen, Meilen, Wädenswil, auf der Halbinsel Au und in Männedorf.
Eindeutig zu erkennen ist der Biber an seiner grossen, abgeflachten, dunklen Kelle – seinem charakteristischen Schwanz. Die Rückkehr des einst in der Schweiz ausgerotteten Tieres ist laut Nienhuis erfreulich und fördert die Artenvielfalt. Gefällte Bäume und gegrabene Höhlen schaffen neue Lebensräume und Verstecke für Fische und andere Tiere.
Allerdings kann es auch zu Konflikten kommen, etwa wenn Biber Uferwege untergraben oder Bäume in Privatgärten fällen. Schutzmassnahmen wie Drahtgitter können Schäden verhindern. Zudem ist der Lebensraum am Zürichsee begrenzt, da viele Uferabschnitte stark verbaut sind.




















