Robert Hofer, 72, pensionierter Radioelektriker und Informatiker aus Langnau BE, hat die erste Sandbatterie der Schweiz gebaut. Inspiriert von einem finnischen Projekt, füllte er Sand in ein Fass, baute Heizelemente aus Ziegeln und Draht und erhitzte den Sand mit Solarstrom. Die gespeicherte Wärme kann später – nachts oder im Winter – wieder genutzt werden.
Sein Prototyp wurde inzwischen abgebaut, doch die erste feste Installation steht in der Garage von Stefan Lukunic im Nachbarort Bärau: ein silberner Tank, fast zwei Meter im Durchmesser, gefüllt mit normalem Sand. Die Anlage zeigt bereits 93 Grad Celsius und soll Heizöl sparen. Materialkosten: rund 4500 Franken; Hunderte Stunden Arbeit steckten die beiden Pensionäre ein.
Sand als Wärmespeicher ist günstig und hitzebeständig, speichert jedoch weniger Energie als Wasser. Experten wie Prof. Jörg Worlitschek sehen den Nutzen eher im industriellen Bereich, da für Wohnraumheizung hohe Temperaturen ineffizient sind. Hofer und Lukunic argumentieren, überschüssigen Solarstrom selbst zu nutzen, sei sinnvoller als ihn ins Netz einzuspeisen.
Hofer tüftelt bereits an einem „Sandkocher“: Eine Pfanne auf 200 Grad heißen Sand zu stellen funktioniert nicht, aber mit einem Eisenkern gelang bereits das Kochen eines Chilis. Solche Lösungen könnten abgelegene Regionen weltweit mit Energie versorgen.





















