Kolumbien hat am 4. Juni 2026 als erstes tropisches Land ein Gesetz gegen Entwaldung in der Rindfleisch-Lieferkette verabschiedet. Rindfleisch darf künftig nur verkauft und exportiert werden, wenn es nicht aus gerodeten Waldgebieten stammt.
Hintergrund ist der massive Waldverlust von rund 3,3 Millionen Hektar, vor allem durch Rinderhaltung im Amazonasgebiet. Frühere Studien zeigten, dass auch illegal entwaldete Flächen in die Fleischproduktion einfließen.
Unternehmen haben 24 Monate Zeit zur Umsetzung. Geplant sind ein Zertifizierungssystem sowie die Verknüpfung von Tierdatenbanken mit Waldmonitoring, um die Herkunft nachvollziehbar zu machen.
Das Gesetz gilt als mögliches Vorbild für andere Länder, seine Wirkung hängt jedoch stark von der Umsetzung ab. In der EU existieren bereits ähnliche Vorgaben durch die Entwaldungsverordnung.




















