Mit 10-Minuten-Nachbarschaften gegen den Stau.

Das geplante Glasiquartier in Bülach

Zehn Gehminuten entsprechen einem Radius von etwa 500 Metern und sind in etwa die Distanz, die man gerne noch zu Fuss zurücklegt, statt das Auto, den öffentlichen Verkehr oder das Velo zu nehmen. 

Entscheident ist , dass in diesem Radius alles liegt, was man im Alltagsleben regelmässig braucht: Bäckerei, Coiffeursalon, Bahnhof,  Grossverteiler, Schule, Café, Kindergarten usw.

Sibylle Wälty von der ETH Zürich hat ermittelt, dass es für ein vielfältiges und von Konsumenten unabhängiges Angebot mindestens 10'000 Einwohner braucht. Je mehr Einwohner und Beschäftigte, desto vielfältiger wird das Angebot, denn es deckt dann den Bedarf, den lokale Konsumenten haben. So wird die 10-Minuten-Nachbarschaft zu einer eigentlichen Stadt in der Stadt.

Was es dazu braucht? Verdichten! Je höher die Nutzungsdichte und je besser der Nutzungsmix, desto mehr Wege werden zu Fuss statt mit dem Auto zurückgelegt. Sieben bis acht Stockwerke könne schon ausreichend sein. Es braucht kluge und flexible Grundrisse, mit denen sich Wohnungen vergrössern und verkleinern lassen, gemeinsam genutzte Satellitenzimmer für Homeoffice, Gästeübernachtung usw. – alles, was mehr Dichte innerhalb des Volumens schafft, geht in die richtige Richtung. Ein Beispiel dafür ist die Kalkbreite in Zürich.

Hat man die Möglichkeit in einer 10-Minuten-Nachbarschaft zu wohnen, spart man schnell einmal 400 Franken pro Monat.

Statt immer noch mehr in die Mobilität zu investieren und immer mehr Zeit im Stau zu verbringen, müssen wir verdichten, Arbeit, Einkaufen, Wohnen und Freizeit näher zueinander bringen. Wir gewinnen dadurch nicht nur ein grosses Mass an Lebensqualität, sondern auch ein Plus an Zeit. Und das wollen wir doch alle, nicht?

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Author: Michael Kistler

Konzeption, Realisation und Kommunikation von Lösungen für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Transition.

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