Der Straßenverkehr ist die größte Gefahr für europäische Igel und tötet lokal bis zu ein Drittel der Tiere. In den letzten zehn Jahren sank ihr Bestand um 30 %, weshalb sie seit 2024 auf der Roten Liste der IUCN unter „Vorwarnstufe“ stehen. Zersplitterte Lebensräume durch Städtebau, Straßen und Landwirtschaft treiben sie oft auf Fahrbahnen.
Forschende der Universität Oxford entdeckten erstmals, dass Igel hochfrequenten Ultraschall (4–85 kHz, höchste Empfindlichkeit bei 40 kHz) hören können – weit über dem menschlichen Hörbereich. Versuche mit zwanzig wieder aufgepäppelten Igeln zeigten, dass ihr Gehör besonders schnell schwingende Gehörknöchelchen besitzt, ähnlich wie bei Fledermäusen.
Diese Erkenntnis eröffnet die Möglichkeit, Autos mit Ultraschall-Abwehrsystemen auszustatten, die Igel von Straßen fernhalten. Auch andere Gefahren wie Mähroboter oder Motorsensen könnten so entschärft werden. Laut Studienleiterin Sophie Lund Rasmussen könnte dies dem Straßenverkehrsrisiko für Igel erheblich verringern.





















