Die Kraft der essbaren Wildkräuter

Viele Wildpflanzen wie Löwenzahn, Giersch oder Brennnesseln gelten als Unkraut, enthalten aber oft mehr Vitamine und Mineralstoffe als Supermarktgemüse. Brennnesseln liefern z. B. siebenmal mehr Vitamin C als Orangen, Giersch ist eiweißreich, und sogar Gänseblümchen übertreffen beliebten Kohl an Nährstoffen.

Wildpflanzen sind auch reich an Bitterstoffen, die in modernen Kulturen oft weg gezüchtet wurden. Bitterstoffe unterstützen die Verdauung, wirken stoffwechselanregend und können potenziell bei Hautproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen helfen, da sie über das Verdauungssystem das Wohlbefinden beeinflussen. Forschung dazu steckt jedoch noch in den Anfängen.

Bitterstoffhaltige Pflanzen wie Brennnesseln oder Löwenzahn werden oft für „Detox“-Zwecke empfohlen. Wissenschaftlich gesichert ist, dass sie bestimmte Leberenzyme anregen, wodurch fettlösliche Stoffe besser ausgeschieden werden können.

Wildpflanzen sind zudem kulinarisch vielseitig. Experten empfehlen, Kräuter sanft zu verarbeiten: lieber hacken statt mixen, niedrigere Hitze beim Braten und nur bei Unsicherheit waschen. Wildpflanzen sind zurück auf dem Speiseplan – sowohl zu Hause als auch in der Gastronomie – und verbinden Tradition, Geschmack und gesundheitliche Vorteile.

https://www.srf.ch/wissen/gesundheit/ernaehrungstrend-nuetzliches-unkraut-weshalb-wildkraeuter-so-gesund-sind

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Author: Sylvia Jacobs

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