Basel-Stadt nutzt Betonteile aus Abbruchgebäuden wieder, um seine Klimaziele zu erreichen. Da der Bausektor für 30 % der CO₂-Emissionen und 80 % des Abfallvolumens in der Schweiz verantwortlich ist, setzt der Kanton auf Umnutzung statt Abriss.
Ein Beispiel ist das Quartier Volta West, das aus einem alten Industriegebiet entsteht. Nun geht Basel noch weiter: Das Lysbüchel-Parkhaus wird nicht abgerissen, sondern große Bauteile für Neubauten genutzt. IBS-Entwicklerin Christina Bronowski spricht von einem innovativen Ansatz in der Schweiz.
Recycling von Baumaterial ist nicht neu – schon im Mittelalter wurden Steine wiederverwendet. Doch tragende Bauteile im großen Stil zu recyceln, erfordert ein Umdenken. Architekten müssen um vorhandene Teile herum planen, statt sie nachträglich auszuwählen. Zudem gelten dieselben Baunormen für Neu- und Re-use-Material, was die Nutzung erschwert.
IBS erstellt Kataloge für wiederverwendbare Betonteile, die auf großes Interesse stoßen. Dennoch bleibt der Aufwand hoch: Alte Bauteile müssen aufwendig geprüft und gelagert werden. Ein Bauteil-Pass könnte die Wiederverwendung vereinfachen.
Der Verein «Countdown 2030» lobt Basels Ansatz als vielversprechend. Während die Schweiz bis 2050 klimaneutral bauen will, plant Basel-Stadt dies bereits bis 2037.
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