Mexiko hat als erstes Land weltweit den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in seiner Verfassung untersagt. Am 7. März 2025 verabschiedeten beide Parlamentskammern entsprechende Verfassungsartikel, die unter anderem den Schutz der Biodiversität, Ernährungssouveränität, agroökologische Prinzipien sowie die Förderung traditionellen Wissens und humanistischer Forschung festschreiben.
Gentech-Mais darf weiterhin importiert werden, allerdings nur für Tierfutter oder industrielle Zwecke. Da dies ohnehin bereits die hauptsächliche Verwendung war, ergeben sich kaum praktische Änderungen.
Internationale Agrarkonzerne hatten versucht, den Anbau auf 2,5 Millionen Hektar durchzusetzen. Ein Erfolg hätte vor allem Kleinbauern und indigene Gemeinschaften wirtschaftlich unter Druck gesetzt – durch teures, patentiertes Saatgut, das jährlich neu gekauft werden muss und meist mit Pestiziden kombiniert wird.
Mexiko deckt inzwischen rund die Hälfte seines Maisbedarfs durch Importe, fast ausschließlich aus den USA. Diese Entwicklung ist auf den stark gestiegenen Bedarf an Futtermitteln für die industrielle Tierhaltung zurückzuführen.
Während US-Maisproduzenten 2024 über drei Milliarden Dollar an Subventionen erhielten, profitieren mexikanische Bauern lediglich von günstigeren Krediten und staatlichem Aufkauf kleiner Teile der Ernte, um bedürftige Regionen zu versorgen.
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