Immer mehr Menschen gestalten ihre Haus- und Kleingärten naturnah. Laut einer KfW-Umfrage verzichten 93 Prozent der Gartenbesitzer weitgehend oder vollständig auf Pestizide und synthetische Dünger. Viele fördern zudem die Artenvielfalt durch heimische Pflanzen, Nisthilfen und Insektenhotels.
Mit rund 17,2 Millionen privaten Gärten leisten diese Flächen einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, insbesondere in dicht besiedelten Regionen. Die KfW sieht darin einen deutlichen Bewusstseinswandel gegenüber früheren Jahren.
Im Gegensatz dazu bleibt der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft hoch. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden 2024 rund 87.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft; ein langfristiger Rückgang ist nicht erkennbar. Umweltverbände betrachten Pestizide neben Lebensraumverlust und Klimawandel als einen wesentlichen Faktor für den Rückgang von Insekten- und Vogelarten.
Die Entwicklung zeigt, dass private Gärten zunehmend als Teil eines größeren Ökosystems verstanden werden und durch eine naturnahe Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten können.
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